HPU-Begleitung – Symptome erkennen und ganzheitlich begleiten
Müde und erschöpft? Wiederkehrende Symptome, die niemand einordnen kann? Dafür kann es einen Grund geben – HPU.
Finde heraus, ob Du betroffen bist.
Wenn Erschöpfung, hohe Stressanfälligkeit und andere Beschwerden, die niemand so richtig einordnen kann, Dein Leben zunehmend belasten, dann lies bitte weiter. Es könnte sein, dass eine HPU (Hämopyrrollaktamurie) der Grund hierfür ist.
Menschen mit HPU berichten von vielerlei Beschwerden, für die keine schlüssige Erklärung gefunden wird. Sie laufen oftmals von Arzt zu Arzt. Niemand kann ihnen wirklich helfen, weil der Zusammenhang nicht erkannt wird. Neben anhaltender Müdigkeit und Erschöpfung, die gleichzeitig von innerer Unruhe gedeckelt sein können, kommt es zu einer Vielzahl an physischen und teilweise auch psychischen Beschwerden.
Gerade wenn Symptome über Jahre schon bestehen und dafür keine zufrieden- stellende Erklärung gefunden wurde, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Auf dieser Seite erfährst Du, was HPU ist, welche Beschwerden damit verbunden sein können, wie ein HPU-Test funktioniert und vieles mehr rund um die Hämopyrrollaktamurie.
Das Besondere an meinem Angebot ist, dass ich Deine HPU ganzheitlich begleiten kann und bei Bedarf tiefer mit Dir eintauche, falls emotionaler Stress oder Traumafolge-Symptome ein Thema bei Dir sind.
Welche Symptome sind typisch für eine HPU?
Leitsymptom:
Schnelle Erschöpfung, schon die alltäglichen Dinge des Lebens können schnell zu viel sein.
Dauerhafte Anspannung, auch wenn es keine akute stressige Situation gibt.
Schnelle Überreizung (z.B. durch andere Menschen, laute Geräusche, Gerüche, ein kratzendes Kleidungsstück usw.)
Darüber hinaus berichten Betroffene von:
Problemen auf der psychischen Ebene, die auch nach oft jahrelanger Psychotherapie nicht verschwinden (Depression, Ängste, Panikattacken).
Brain-fog, Konzentrationsschwierigkeiten, schlechte Merkfähigkeit
Hormonellen Dysbalancen
Migräne oder häufigen Kopfschmerzen
Problemen mit der Halswirbelsäule
Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Problemen mit der Verdauung (Reizdarm, Leaky gut)
Einer Histamin-Problematik
Einem nicht stabilen Immunsystem (z.B. häufige Infekte)
Schilddrüsenstörungen
Autoimmunerkrankungen und Allergien
Problemen des weiblichen Zyklus (auch Polycystisches Ovarialsyndrom)
Muskel- und Gelenkschmerzen
Nicht jeder hat alle Symptome und nicht zwangsläufig steckt eine HPU dahinter. Findest Du dich jedoch in einigen Beschwerdebildern und Symptome wieder, so ist es ratsam, auf HPU zu testen.
Was genau ist HPU?
Hämopyrrollaktamurie (HPU) ist bislang keine medizinische Diagnose, sondern vielmehr ein Erklärungsmodell, in das sich komplexe Beschwerden einordnen lassen. Eine HPU zeigt sich durch vielerlei Symptome auf der biochemischen, physischen und psychischen Ebene.
Eine HPU betrifft den Häm-Stoffwechsel. Häm ist ein Molekül, welches an vielen Stellen im Körper wichtige Aufgaben erfüllt. Häm ist ein unverzichtbarer Baustein für den roten Blutfarbstoff, das Hämoglobin. Häm ist wichtig für die Sauerstoffproduktion und die Zellenergie. Ob es um die körpereigene Entgiftung, das Hormonsystem, den Blutdruck, das Immunsystem oder die Fettverdauung geht, Häm ist überall beteiligt.
Auch das Nervensystem leidet unter einem gestörten Häm-Stoffwechsel. HPU-Betroffene fühlen sich oftmals so, als würden sie gleichzeitig auf Gas und Bremse stehen – innerlich überdreht, darunter eine tiefe Müdigkeit.
Vitamin B6 in seiner aktivierten Form sowie Zink werden über die Maßen verbraucht und fehlen an vielen wichtigen Stellen im Stoffwechsel. Das erklärt viele der typischen HPU-Symptome wie anhaltende Erschöpfung, Migräne, Zyklusstörungen, Schilddrüsenprobleme und verschiedene Beschwerden des Verdauungsapparates.
Außerdem geht eine HPU mit starkem oxidativem Stress einher, welcher eine große Belastung für Zellen und Organe darstellt. Zink und aktives Vitamin B6 sind dringend nötig, um freie Radikale abzufangen. Bei einer HPU kommt es demnach zu einer dauerhaften Überlastung im Stoffwechsel. Der Körper verbraucht wesentlich mehr Mikronährstoffe, als er über die Ernährung zur Verfügung hat.
Wie kannst Du konkret herausfinden, ob du von einer HPU betroffen bist?
Vielleicht hast Du dich unter einigen der Beschwerdebilder schon wiedergefunden? Dann lohnt es sich auf jeden Fall, einen HPU-Test durchzuführen. Auf der Homepage von Sonja Schmitzer, HPUANDYOU, kannst Du zusätzlich einen Fragebogen ausfüllen. Dieser ist anonym und Du bekommst das Testergebnis sofort. Hier geht´s zum Fragebogen
Sollte möglicherweise eine HPU bei Dir vorliegen, bestelle Dir bitte einen HPU-Test beim Labor Medivere. Nutze bitte folgenden Gutscheincode für Deine Bestellung.: AP200942. Du erhältst damit 5% Nachlass auf alle Tests bei Medivere. Hier geht´s zum Test
Wenn der Test bei Medivere ausverkauft ist oder Du in einem Land wohnst, wohin nicht versendet wird, melde Dich bitte bei mir. Dann nenne ich Dir eine Alternative. Du kannst Deine Proben selbständig einschicken und bekommst den Befund per Post bzw. online mitgeteilt.
Wichtige Hinweise für den HPU-Test:
Bitte eine Woche vorher kein Vitamin B6, Mangan und kein Zink mehr einnehmen. Solltest Du Vitamin B6 und Zink schon über einen längeren Zeitraum (mehr als 3 Monate) supplementieren, stoppe bitte die Einnahme und warte 4 Wochen, bevor Du den Test durchführst. Wenn Du diese Einnahmepausen nicht einhältst, kann es das Testergebnis verfälschen.
Der Test sollte an einem normalen (Arbeits-) Tag gemacht werden. Und eher auch dann, wenn es am Vortag etwas stressig, statt gemütlich zuging.
Teste bitte NICHT, wenn:
Du Antibiotika einnimmst (frühster Test zwei Wochen nach Ende der letzten Einnahme).
Während Deiner Menstruation oder kurz danach (am besten rund um den Eisprung oder kurz vor dem Einsetzen der Menstruation).
Du am Vortag größere Mengen Alkohol getrunken hast.
Du innerhalb der letzten vier Wochen eine Eiseninfusion hattest.
Dein HPU-Test ist positiv – was nun?
Gerade weil HPU ein so komplexes und auch sehr individuelles Thema ist, wende Dich bitte an jemanden, der sich mit HPU auskennt (MedizinerIn, Gesundheitscoach) und eine entsprechende Ausbildung nachweisen kann.
Die alleinige Versorgung mit einem HPU-Komplexmittel ist nicht die richtige Herangehensweise. Die Einnahme von Nahrungsergänzungen sollte nur auf Basis individueller Laborwerte und klarer Ausgangssituation erfolgen. Also, erst messen und dann gezielt einnehmen, statt irgendwelche Nahrungsergänzungen ins Blaue hinein zu schlucken.
Eine HPU bessert sich nicht allein durch die Einnahme von Nahrungs-ergänzungen. Ernährung und Stressreduktion sind die weiteren beiden Säulen in der HPU-Begleitung, die unbedingt dazugehören.
Eine HPU wirkt sich immer auch auf den Verdauungsapparat aus. Eine individuell angepasste, stabilisierende Ernährungsweise die proteinreich, antientzündlich und freundlich zum Darm ist, ist besonders am Anfang wichtig.
Bei vielen von HPU-Betroffenen besteht chronischer Stress schon über viele Jahre. Auch Stress aus Traumafolgen ist keine Seltenheit in Verbindung mit HPU. Eine HPU ist komplex und es bedarf einer ganzheitlichen Begleitung, die auch die psychischen Ebene einschließen muss.
Weiter unten auf dieser Seite habe ich in einem Fragen & Antworten-Format weitere ausführliche Informationen für Dich zusammengefasst.
Wie begleite ich Dich?
Bitte melde Dich bei mir, wenn Du Dich in den HPU-Symptomen wiederfindest und einen HPU-Test durchgeführt hast, der positiv ausgefallen ist.
Sollte der Test, obwohl viele der Symptome für Dich passend sind, negativ ausfallen, melde Dich bitte auch. In seltenen Fällen kann der Test falsch negativ ausfallen. Ob dies der Fall war, können wir zu Deiner Sicherheit in einen kurzen Termin klären.
Du kannst wählen, ob Du einzelne Termine vereinbaren möchtest oder eine fünfmonatige Begleitung bevorzugst.
Dein Erstgespräch
In einem Erstgespräch informierst Du mich über Deine aktuellen Beschwerden, Deinen allgemeinen Gesundheitszustand und Deine momentane Lebenssituation. Du erfährst von mir, welche weiteren Tests durchgeführt werden müssen, damit wir genau sehen, wo akute Mikronährstoffmängel oder andere Probleme sind. Sobald wir die Ergebnisse haben, geht es weiter mit individuellen Empfehlungen zur Einnahme von Nahrungsergänzungen, Ernährung und Lebensweise sowie Stressregulation.
HPU-Begleitung
Eine HPU-Begleitung ist keine kurzfristige Angelegenheit und anfangs intensiv. Daher empfehle ich eine Begleitung über fünf Monate. Der Vorteil: Du bekommst nach jedem Treffen eine schriftliche Empfehlung zu dem jeweils nächsten Schritt. Du musst im Treffen weder mitschreiben, noch Dir alles merken, sondern kannst Dich im Anschluss anhand des Planes ganz entspannt der Umsetzung widmen. Zwischen den Terminen kannst Du stets nachfragen, wenn etwas unklar sein sollte. Das alles ist in der fünfmonatigen Begleitung enthalten.
Eine HPU verschwindet nicht irgendwann wieder. Dieses besondere Stoffwechselbild braucht zeitlebens Aufmerksamkeit und Zuwendung - und in den ersten Monaten viel davon.
Im Anschluss an diese Begleitung kannst Du in der Nachsorge nach Bedarf einzelne Termine buchen. Wenn Dir die 5-monatige Begleitung zu umfangreich ist oder HPU gar nichts Neues für Dich ist und du nur ein wenig Unterstützung brauchst: selbstverständlich hat Du die Wahl, immer auch einzelne Termine mit mir vereinbaren.
Wenn wir sehen, dass emotionale Themen oder Traumafolgesymptome eine größere Rolle spielen, widmen wir uns dem in zusätzlichen Terminen.
Wichtig: Ein HPU-Coaching kann keine Psychotherapie oder eine medizinische Behandlung ersetzen. Es ist darauf ausgerichtet, die Lebensqualität zu verbessern. Bei mir werden keine Diagnosen gestellt und auch niemand therapiert.
Wichtige Fragen und Antworten
-
Auf den Punkt gebracht: ohne ein reguliertes Nervensystem geht gar nichts. Das Nervensystem ist biochemisch mit dem Stoffwechsel verbunden. Ein stabiles, belastbares Nervensystem ist Voraussetzung dafür, dass eine HPU-Therapie überhaupt greifen kann.
Stress kann akut sein, er kann aber auch chronischer Natur sein. Häufige Ursachen sind starke Prägungen aus der Kindheit, die das Leben heute noch anstrengend und schwierig machen. HPU im Zusammenhang mit posttraumatischem Stress ist ebenfalls auffällig.
Diese Themen brauchen eine fachliche Zuwendung. Und zwar nicht, in dem man an den Symptomen arbeitet, sondern sich mit den Ursachen beschäftigt. Und das sowohl auf der physischen als, auch auf der psychischen Ebene.
-
Oftmals mehr, als man sich vorstellen mag. HPU ist das ständige Hintergrundbild einer besonderen Stoffwechsellage, die auf Körper und Psyche wirkt.
Beispiel Histaminintoleranz, die bei HPU gehäuft vorkommt. Sie aktiviert übermäßig das Nervensystem und simuliert immer wieder “Gefahr im System”. Histamin wirkt im Gehirn als Botenstoff und eine Histaminintoleranz führt möglicherweise zu folgenden Beschwerden: Ängste (bis hin zu Panikattacken), innere Unruhe und Schlafstörungen. Körperlicher und seelischer Stress schüttet zusätzliches Histamin aus, was die Symptome darüber hinaus verstärken kann.
Ist die Schilddrüse ebenfalls betroffen oder nicht gut eingestellt, verstärkt dies ebenfalls die Histamin-Thematik. Probleme mit den Nebennieren führen tiefer und tiefer in die Erschöpfung, auch psychisch.
Der Strauß an Symptomen bei einer HPU kann groß sein. Wer die Zusammenhänge nicht kennt, findet nicht zur Ursache. Wer nur den Körper oder nur die Psyche behandelt, kommt langfristig nicht weiter.
-
Ja, es gibt einen offensichtlichen Zusammenhang zwischen Trauma und HPU.
Zunächst, Traumafolgen oder emotionaler Stress fordern viel Lebensenergie, ebenso wie eine HPU das tut. Das Tückische ist, die beiden verstärken sich permanent gegenseitig.
Was genau ist ein Trauma?
Der Begriff Trauma wird mittlerweile schon inflationär benutzt. Daher ist es wichtig zu wissen, was genau man darunter versteht.
Trauma wird durch ein Ereignis verursacht, das körperlich und/oder seelisch unsere Bewältigungsfähigkeit übersteigt. Das muss nicht, wie oft vermutet, ein einmaliges besonderes Ereignis gewesen sein (das wäre ein Schocktrauma). Oft ist es eine jahrelange Belastungssituation, die schon früh im Leben geschah und traumatische Folgen hat. Hier spricht man von einem komplexen Trauma.
HPU oder Trauma, was ist für die Vielzahl der Beschwerden verantwortlich?
Leider gibt es keine Studien und ich kann daher nur aus meinem Verständnis und von dem, was ich von Betroffenen erfahre, hierzu berichten. Trauma zu erfahren kann meiner Meinung nach ein Grund dafür sein, dass eine bestehende HPU-Stoffwechsellage aktiviert oder verstärkt wird.
Unverarbeitetes Trauma verursacht anhaltenden Stress, den ein ohnehin schon belastetes System irgendwann nicht mehr kompensieren kann. Trauma sitzt im Körper. Es beeinflusst das autonome Nervensystem und letztlich den kompletten Stoffwechsel. Somit gibt es einen direkte Auswirkung auf die HPU-Problematik.
Dass Stress die Ursache von körperlichen Problemen sein kann, ist den meisten sicher geläufig. Wir können aber auch anders herum denken ….
Der Umstand, mit einer unerkannten (und somit unbehandelten!) HPU groß zu werden, kann so viel Stress verursachen, dass dieser zur Ursache einer komplexen Traumatisierung wird. Die HPU selbst ist nicht die Ursache, wohl aber die Lebenssituation, in der die Betroffenen dadurch geraten.Die Ursache eines Komplextraumas (Entwicklungs- und Beziehungstrauma) wird von Menschen verursacht, nicht durch ein reines Ereignis selbst. Deshalb nennt man es auch “men made desaster” . Ein schwieriges Verhältnis mit den Eltern könnte ein Grund gewesen sein, aber auch andere wichtige Bezugspersonen können eine Rolle gespielt haben. Ebenfalls besonders fordernde Lebensumstände über längere Zeit: der Verlust von nahestehenden Menschen, Trennung der Eltern, Vernachlässigung (auch emotionale), schwere Krankheiten bei Bezugspersonen oder eigene und vieles mehr. All das hatte einst das Potential, Menschen zu überwältigen. Diese Ereignisse bleiben unverarbeitet im Organismus - und dort wirken sie.
Trauma wird von Mensch zu Mensch anders erlebt und verarbeitet. Viele Betroffenen sind sich gar nicht darüber bewusst, dass sie betroffen sind. Ihr Leben war für sie normal, so, wie es war. Dass emotionale Gewalt sich diffus zeigen kann und genauso verwundet wie körperliche Gewalt, ist ihnen nicht gewahr. Oder wird, aus Gründen des Eigenschutzes, verdrängt.Wir können uns also dem Thema Trauma & HPU aus zwei verschiedenen Seiten annähern. Eine Variante ist, dass Trauma die Macht hat, eine bereits bestehende HPU zu aktivieren oder zu vestärken.
Die zweite Variante: Komplex-Trauma kann sich, allein aus dem Umstand, von einer HPU betroffen zu sein und die Auswirkungen tagtäglich zu spüren, über Jahre entwickeln und zu einer postraumatischen Belastung führen.
Eine solche Auswirkung auf den Lebensalltag haben Symptome wie ständige Müdigkeit oder Energielosigkeit, schlechte Konzentrationsfähigkeit, wenig körperliche oder mentale Ausdauer, wiederkehrende Symptome wie Übelkeit, Bauchweh, Kopfschmerzen, PMS, viele Infekte usw.
Da sind all diese körperlichen Symptome, die belasten. Dazu kommt das Gefühl, nicht richtig dazuzugehören, weil man einfach anders ist. Die Angst, dass der eigene Körper nicht verlässlich ist, wird zum Begleiter und schwächt nachhaltig das Vertrauen in die eigenen Kräfte. Viele reagieren mit Rückzug und verlieren soziale Kontakte. Und ebenfalls viele schämen sich dafür, dass ihr Körper nicht „normal“ ist. Das führt dazu, dass die Verbundenheit zum eigenen Körper zusehend geschwächt wird.
Und ja, es ist auf Dauer psychisch belastend, wenn man nicht alles so mitmachen kann wie die anderen. Sport kann zu anstrengend sein, weshalb man diesen vermeidet. Unter vielen Menschen zu sein ist zu stressig, das Nervensystem kann die vielen Reize nicht verarbeiten. Laute Musik ist nicht auszuhalten, weil die Sinnesorgane so sensibel reagieren. Das Wissen, längere Zeit ohne Rückzugsort zu sein wenn man ausgeht, macht schon im voraus unsicher. Und führt in der Konsequenz häufig dazu, dass man lieber zuhause bleibt. Und so weiter.
Das Gefühl, nicht genug zu sein oder zu können wirkt sich schon früh auf den Selbstwert aus. Bereits das kann traumatische Folgen haben oder zumindest zu einschränkenden Prägungen und Überzeugungen führen, die unbewusst sind und jahrelang im Verborgenen wirken.
Die Verbindung von HPU und Trauma ist ein sich selbst befeuernden Teufelskreis aus Stress auf allen Ebenen. Eine durchdachte HPU-Begleitung stabilisiert zuerst einmal den Körper. Der nächste Schritt ist eine wohlwollende und traumasensible Zuwendung der emotionalen Ebene und deren Verwundungen.
-
Einfach zusammengefasst: beide Bezeichnungen meinen im Grund das gleiche. HPU ist der aktuellere und zumeist verwendete Begriff.
Es handelt sich um eine Besonderheit im Stoffwechsel, die eine Vielzahl von Beschwerden und Symptomen zur Folge haben kann. Oftmals wird die HPU nicht erkannt, weil es generell noch viel zu wenig Wissen um diese besondere Stoffwechselsituation gibt und die medizinischen Zusammenhänge dadurch nicht hergestellt werden können.
-
Das Robert Koch-Instituts (RKI) veröffentlichte eine Stellungnahme zur Pyrrolurie im Jahre 2007. Hier stand geschrieben, dass eine HPU/KPU nicht wissenschaftlich zu belegen sei. Zu diesem Ergebnis kam das RKI aufgrund einer Theorie aus den 1970er Jahren, die nachverfolgt wurde. Diese besagte damals, dass Pyrrole eine Verbindung mit Zink und Vitamin B eingingen und es daher zu einer vermehrten Ausscheidung dieser käme.
Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2023 kam wiederum zu dem Ergebnis,dass diese Verbindung von Pyrrolen mit Zink und Vitamin B chemisch gar nicht entstehen könne. Somit wurde einer vorherigen Theorie die Grundlage entzogen und ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht haltbar.
Fakt ist, wir wissen bislang nicht, ob eine HPU eine genetische Ursache hat. Ob das Problem der hohe oxidative Stress ist, der das Häm im Körper zerstört oder ein massiver Verlust von wichtigen Mikronährstoffen. Wir haben keine offiziellen Studien und das Interesse, solche durchzuführen ist, eher gering.
Aber, was wir wissen: ein positiver HPU-Test ein die Eintritts-Tür in ein Verständnis über die Zusammenhänge verschiedenster Beschwerden und ihre Linderung!Die wissenschaftliche Erklärung mag noch nicht ausreichend sein, doch dafür gibt es etwas, was sehr wertvoll ist und oftmals unterschätzt: die bereits gemachten Erfahrungen in der HPU-Therapie. Was wir sehen ist eine Verbesserung einer Vielzahl von Beschwerden und gesundheitlichen Problemen.
Und, kleine Randnotiz: eine HPU-Therapie, von Fachkundigen begleitet, kann nur gut tun. Wer sich um (nachweislich) fehlende Mikronährstoffe und eine gute Ernährung kümmert, seine Lebensweise individuell anpasst und sich mit seiner Stressproblematik beschäftigt, kann sicherlich nichts falsch machen :). -
Ja, das kann sein.
Zunächst: der HPU-Test erfolgt über Urin, nicht über Blut. Daher ist ein HPU-Test unabdingbar.
Was im Bluttest sichtbar werden kann, ist ein Mangel an wichtigen Mikronährstoffen, so wie er auch bei HPU typisch ist. Wirklich verlässlich zu sehen sind diese Mängel aber nur durch einen Bluttest im Vollblut. Bei den gängigen Blutuntersuchungen in der Hausarztpraxis ist dies nicht der Fall, den Vollblutanalysen sind keine Standarduntersuchung. Diese wäre aber nötig, um verlässlich sehen zu können, wie gut die einzelnen Zellen mit Nährstoffen versorgt sind.
Die Bestimmung des aktiven Vitamin B6, welches in der Regel bei HPU stark im Mangel ist, braucht eine besondere Messung durch ein spezialisiertes Labor. Serumwerte sind auch hier nicht aussagefähig genug.
-
Um sicher zu sein, dass man von HPU betroffen ist, müssen ein positiver Test und zur HPU passende Symptome zusammenkommen.
Was jedoch auch vorkommen kann, ist ein negatives Testergebnis bei gleichzeitigen HPU-typischen Symptomen. Hier sollte mit jemand Fachkundigem geklärt werden, ob das Ergebnis des Urintests möglicherweise falsch negativ ist.
-
Bislang kann diese Frage niemand verlässlich beantworten. Die Möglichkeit einer genetischen Ursache besteht durchaus, da HPU in Familien gehäuft vorkommt.
-
Der Körper kann, je nach Konstitution und Lebensumständen, eine HPU über lange Zeit gut kompensieren. Besondere Lebensbedingungen werden irgendwann zum Auslöser und führen zu einer Dekompensation mit entsprechenden Symptomen.
Solche Auslöser können beispielsweise sein: stressige Zeiten, die über das „normal stressig“ hinausgehen. Eine Trennung, eine schwierige Arbeitssituation, existenzielle Sorgen, Tod oder schlimme Krankheit eines geliebten Menschen. Oder eine eigene Krankheit. Auch hormonelle Veränderungen wie eine Schwangerschaft oder die Wechseljahre können zum Auslöser werden. Erschöpfung macht sich mehr und mehr breit. Nicht nur physisch, sondern auch mental und emotional.
Bei Kindern können tief gehende Ereignisse wie zum Beispiel die Trennung der Eltern, Krankheit oder sonstige Erlebnisse, die mit wiederkehrenden belastenden Gefühlen und dem Verlust an Sicherheit einhergehen, zu einem Auslöser werden.
-
Unser Körper entgiftet in drei Phasen.
Die erste Phase ist die Aktivierungsphase. Um die nötigen Enzyme zur Verfügung zu haben, benötigt der Körper Häm.
Weil Häm ein Thema bei HPU ist, kann es sein, dass es schon in dieser ersten Phase ”hakt”.
Die nächste Phase, die Neutralisationsphase, braucht viele Stoffe, die bei HPU in der Regel im Mangel sind. Der Körper braucht Zink, Vitamin B6 und Vorstufen von Glutathion, um diese notwendigen Stoffe überhaupt erst herstellen zu können.
In der dritten Phase geht es um Ausscheidung. Dazu braucht es einen gesunden Darm, der die Giftstoffe auch tatsächlich ausscheiden kann. Geschieht das nicht, kommt es zu einer Art Rückvergiftung.
Ohne ein verlässliches Zusammenspiel der drei Phasen funktioniert die Entgiftung nicht ausreichend.
Die Leber gibt ihr Bestes, diesen Vorgang zu unterstützen und damit ist sie oftmals bis zum Anschlag beschäftigt. Daher ist es wichtig, dass so wenig Toxine wie möglich ins System kommen.
Das bedeutet, dass HPU-Betroffene gut darauf achten dürfen, was sie zu sich nehmen und mit was sie in Kontakt kommen.
-
Wir wissen, dass sich eine HPU auf das Nervensystem und die Psyche auswirkt.
Oxidativer Stress ist ein großes Thema. Das ganze System ist reizoffener, was das Nervensystem sehr beansprucht. Eindrücke werden weniger gefiltert, man ist reaktiver und auch emotional schnell gestresst. Das Nervensystem ist deshalb unter einer dauerhaften Anspannung.
Wir können davon ausgehen, dass es Hochsensibilität ebenfalls als eine natürliche menschliche Anlage gibt, doch sie zeigt sich etwas anders. Diese angelegte Form ist eine Ressource und sei hiermit nicht gemeint.
Bei einer HPU ist Reizoffenheit eine ungewollte Reaktion auf ein dysreguliertes Nervensystem. Dieser Zustand ist für die Betroffenen kaum bis nicht steuerbar, was ihn oftmals leidvoll macht.
-
HPU-Betroffene sind nicht immer, aber sicherlich zumeist Menschen, die man als sensibel oder auch hochsensibel bezeichnen darf.
Sie reagieren auf Stress und äußere Reize mehr als andere. Ihr Wesen ist offen und sie sind sehr empathisch. Oft fällt es ihnen schwer, sich abzugrenzen. Lebendigkeit und Kreativität ist ihr natürlicher Ausdruck, der jedoch durch Erschöpfung und mentale Überforderung oftmals auf der Strecke bleiben.
Sie fühlen sich dadurch wie vom Leben ausgebremst und sind traurig, dass sie ihren Platz und ihre Bestimmung nicht so recht finden (oder auch aufgrund ihrer Beschwerden nicht voll und ganz einnehmen können…) .
-
Natürlich ist dies zunächst einmal individuell zu betrachten. Es hat mit dem Lebensalter und der Symptomatik zu tun. Und natürlich auch damit, wie gut jemand die nötigen Veränderung umsetzen kann.
Erste Verbesserungen zeigen sich in der Regel nach 4 bis 6 Monaten, bei Kindern etwas früher.
-
Ja. Eine HPU ist eine Stoffwechsellage, die wie ein Hintergrundbild wirkt und Symptome macht. Diese sind bei Kindern, genau wie Erwachsenen auch, vielschichtig und der Zusammenhang wird oftmals nicht erkannt. Das kann zu einem großen Problem für sie werden. Sie fühlen sich nicht nur unverstanden und leiden darunter, was langfristig ernste Folgen haben kann (siehe auch HPU und Trauma), sondern sie zweifeln an ihrer eigenen Wahrnehmung. Das kann schon früh zu einer Entfremdung mit dem eigenen Körper führen.
Kinder mit HPU sind sensibler als andere. Sie brauchen mehr Ruhe und einen Rückzugsort, wenn es ihnen zu viel wird. Sie sind emotional weniger stabil und ihr Nervensystem reagiert oft sehr empfindlich auf äußere Reize und Veränderungen.
Trotzdem sie wach und intelligent sind, haben von HPU betroffene Kinder oft Probleme in der Schule. Viele, weil sie es nicht schaffen, dem allgemeinen Leistungsanspruch zu genügen, was z.B. aus mangelnder Konzentrationsfähigkeit oder an ihrer andersartigen Wahrnehmung liegt. Einige sind leistungsfähig, aber fühlen sich gestresst, weil sie sich durch ihr Anders-Sein nicht zugehörig fühlen.
Aus Unsicherheit entwickeln manche Kinder Ängste, die der Körper zum Beispiel über das typische Bauchweh am Morgen eines Schultages ausdrückt. Manche Kinder sind eher sehr wild, andere dagegen auffällig zurückgezogen.
Wiederkehrende Infekte sind häufig, neben den Bauchschmerzen ebenfalls Kopfschmerzen und Blässe. Wer HPU nicht kennt, findet medizinisch keine Zusammenhänge. Das bedeutet für viele Kinder, dass sie mit ihrem Befinden und ihren Beschwerden nicht ernst genommen werden. Was das langfristig mit ihnen macht, auch psychisch, kann man sich denken.
-
Die Symptome sind teilweise ähnlich. Meist, weil geläufiger, wird nur auf ADHS getestet, weshalb die HPU viel zu oft übersehen wird.. Es gibt auch Kinder, die haben beides: HPU und ADHS.
Einige Überschneidungen bezüglich der Symptome von ADHS und HPU: Konzentrationsprobleme, erhöhte Reizbarkeit, emotional nicht sehr stabil. Chronische Erschöpfung, die von oftmals von Unruhe begleitet ist. Und eine hohe Sensibilität.
Von ADHS betroffenen Kinder haben, ebenfalls wie von HPU betroffene Kinder, häufig einen Mikronährstoffmangel. Stress und eine unpassende Ernährung wirken belastend auf das ohnehin instabile Nervensystem und verschlimmern die Symptome. Struktur im Alltag tut ihnen beiden gut. Für HPU-Kinder ist das Gefühl von Sicherheit zusätzlich besonders wichtig ( was über eine verlässliche Tagesstruktur bereits positiv beeinflusst wird).
Es kann durchaus Sinn machen, ein Kind, welches mit ADHS diagnostiziert wurde, auch auf eine HPU testen zu lassen. Der Test kostet nicht viel, er erfolgt über Urin und ist mit Kinder einfach durchführbar. Eine HPU zu übersehen, kann langfristig einiges anrichten, also wichtig.
Fotos: © Pixabay