NI Neurosystemische Integration®
Ganzheitlich integrative Traumaarbeit
“Alles, was Du fühlst, ergibt Sinn.”
Verena König
Hast Du mit Traumafolgen zu kämpfen? Mit emotionalen Verwundungen, die immer noch weh tun? Mit einem Nervensystem in latenter Daueranspannung?
Meine traumsensible, heilsame Begleitung unterstützt Dich, dort wieder anzukommen, wo Du so schmerzlich vermisst wirst: bei Dir selbst.
Du bist nicht dein Trauma! Egal, wie Deine persönliche Geschichte bis hierhin war, höre niemals auf, an Dich zu glauben. Es gibt einen Weg, der Dich aus dem angestrengten Funktionsmodus führt. Zu mehr Lebendigkeit, zu Dir.
Du musst den Weg nicht allein gehen.
Seit vielen Jahren habe ich meine Begleitung auf Frauen ausgerichtet. Ich weiß, dass wir andere Bedürfnisse haben als Männer.
Was vielen Frauen in der heutigen Zeit nicht mehr gewahr ist: Das Weibliche empfängt, statt sich ständig im Tun zu verlieren. Wenn wir versuchen, unser Leben auf eher männliche Art und Weise zu leben - und das tun wir, zumeist unbewusst - weil es gesellschaftlicher Konsens ist, dann geht uns etwas Wesentliches verloren. Das Ergebnis ist das Gefühl von Abgeschnittensein und einem fortschreitenden Verlust von innerer Verbundenheit.
Irgendwann kommt der Tag, an dem das alles nicht mehr kompensiert werden kann. Du bist erschöpft, im wahrsten Sinne des Wortes. Körperlich, geistig, mental.
Vielleicht bist Du genau an diesem Punkt? Du weißt, dass es so nicht weitergehen kann. Und gleichzeitig hast Du keine Idee, was der nächste Schritt sein könnte.
Genau hier treffen wir uns.
Ganz zart darf etwas Neues in Dir beginnen. ❤️
Die Basis meiner Arbeit
Ich arbeite auf Basis der Neurosystemische Integration® (Ganzheitliche Traumaintegration nach Verena König). Hier kommt das Wissen aus der Neurobiologie, der Psychotraumatologie und der Systemischen Therapie in einem Coachingformat zum Tragen.
Traumaintegration ist komplex und es braucht Erklärung. Diese findest weiter unten auf dieser Seite, in einem Fragen & Antworten Teil.
Traumaintegration, grundsätzlich aber jede heilsame Begleitung, darf die körperliche Ebene nicht beiseite lassen. Dein Körper als Frau ist nicht wie der Körper eines Mannes, er hat andere Bedürfnisse, durchläuft andere Phasen, andere Zyklen. Noch dazu hat jede Frau einen eigenen, individuellen Rhytmus. Wenn dieser missachtet wird, um in einer sehr männlich geprägten Welt zu bestehen, hat das auf Dauer eine Auswirkung auf Dein Befinden und auf Deine Gesundheit. Ausgebildet als Ayurveda-Therapeutin kombiniere ich die holistische Lehre des Ayurveda mit dem Wissen der modeneren Gesundheits- und Mikronährstoffberatung - und unterstütze Dich somit ganzheitlich.
Im Laufe meiner über 20-jährigen Tätigkeit habe ich vieles selbst durchlebt und gelernt. Die Begleitung von Frauen, ob individuell oder in Frauenkreisen, ist genau das, was ich immer tun wollte. Sie erfüllt mich mit Freude und Dankbarkeit. Ich bin stets und immer wieder neugierig, was es auf dieser “bunten Blumenwiese” der Frauenwelt noch zu entdecken gibt!
Mehr über meine Ausbildungen kannst du hier lesen.
Was brauchst Du, um zu blühen?
Wie meine Begleitung aufgebaut ist
In unserem ersten Gespräch verschaffe ich mir einen Überblick über Deine aktuelle Lebenssituation und Dein Anliegen. Ich erfahre, wie und mit welchen Herausforderungen Du aufgewachsen bist.
Wir finden heraus, inwieweit Deine Vergangenheit noch heute in Dir wirkt. Und warum Du daran bislang nicht einfach etwas ändern konntest, egal wie sehr Du Dich bemüht hast.
Du wirst klarer auf Dich und Deine Situation blicken und vieles einordnen können. Daraus entstehen ein tieferes Verständnis und Mitgefühl für Dich selbst.
Das ist der Beginn von etwas sehr Heilsamen.
Ein stabiles Nervensystem ist die Grundlage dafür, dass Du sicher auf Deine innere Reise gehen kannst. Dein Körper darf sich daran erinnern, dass das Hier und Jetzt keine Gefahr birgt. Du erfährst, wie Du auf weibliche Art dein Nervensystem regulieren lernst und wie Du wieder in einen vertrauten, innigeren Kontakt mit Deiner Freundin Körper findest. Wir schauen, was du auf der körperlichen Ebene vielleicht noch brauchst, um Dich stabiler und gesünder zu fühlen.
Deine verletzten Ich-Seiten brauchen eine heilsame Begegnung mit der erwachsenen Instanz in Dir. Was nicht bedeutet, dass Du etwas loslassen musst. Vielmehr geht es darum, dass etwas dazukommt – die Gewissheit, das alles einen sicheren, bewusst und aufrichtig in Dir verankerten Platz finden darf.
Abseits vom rationalen Denken arbeiten wir mit Visualisierungen und inneren Heilreisen. Berührende Geschichten, ermutigende Texte, Musik, intuitive Bewegung und andere Ressourcen gehören ebenfalls in die ganzheitliche Begleitung.
Wo geht die Reise hin?
Es geht nicht darum, dass Du Dir ein Ziel in der Zukunft setzt. Vielmehr geht es darum, in der Gegenwart und bei Dir anzukommen. Das mag einfach klingen, ist es aber nicht. Dich selbst-sicher durch Dein Leben begleiten zu können, das setzt voraus, dass Du Dich selbst so gut kennst wie niemand sonst. Ein Reise zu Dir selbst und nach innen, darum geht es.
Wieder in Kontakt mit Dir (und mit Deiner Intuition) überlegst Du nicht länger, was Du eigentlich möchtest oder wo Dein Platz ist. Du gehts für Dich. Mit allem, was Du bist. Durch dick und dünn. Komme, was wolle.
Es ist mir eine Freude und ein Herzensauftrag, Dich auf dieser Forschungsreise zu Dir selbst zu begleiten.
Wichtige Fragen & Antworten
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Der Begriff wurde von Verena König geprägt. Diese Art der traumasensiblen Begleitung verbindet die Essenzen verschiedener Ansätze miteinander.
Das sind die Neurobiologie, welche den Aufbau und die Funktionsweise des menschlichen Nervensystems beschreibt, die Systemische Therapie (wer bin ich im Zusammenspiel mit meinem Umfeld?) und die Arbeit mit inneren Anteilen.
Dazu kommt das Wissen um die Psychotraumatologie und wie der Körper in den traumatischen Prozess eingebunden ist.
Trauma kann man nicht „wegmachen“, aber man kann es integrieren. Das bedeutet, man findet einen heilsamen Weg, sich mit seiner Biografie zu beschäftigen. Mit dem Anliegen, sich selbst aus seiner Ganzheit heraus, mit allen versehrten und unversehrten Anteilen, durchs Leben begleiten zu lernen.
Die Neurosystemische Integration® NI ist kein Ersatz für Psychotherapie, welche bei schweren Traumafolgen durchaus notwendig sein kann.Sie ist eine professionelle Begleitung im Coaching-Format die für sich allein steht. Sie kann auch begleitend zur Psychotherapie oder im Anschluss an diese sehr hilfreich sein.
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Vielleicht hast Du Dir diese Frage schon gestellt? Leider wird der Begriff oftmals nicht differenziert genug verwendet.
Trauma ist vielschichtig und kann leichte bis schwere Auswirkungen haben.
Angefangen bei Symptomen, von denen man glaubt, dass sie nicht schlimm genug sind, um mit Trauma überhaupt in Verbindung gebracht zu werden. Bis hin zu einer Posttraumatischen-Belastungs-Störung, die, je nach Schweregrad, eine therapeutische Begleitung braucht.
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Trauma liegt nicht in dem Ereignis selbst. Das ist wichtig zu wissen. Es entsteht, wenn Du etwas erlebst, was Deine individuelle Bewältigungsfähigkeit zu diesem Zeitpunkt überstieg.
Das Erlebte hatte eine so hohe Intensität, dass Du starke Gefühle von Hilflosigkeit, Ohnmacht und sogar Lebensbedrohung erfährst. Dies kann körperlicher und/oder emotionaler Natur sein.
Wie begegnen wir einem überwältigenden Ereignis in einem akuten Fall?
Es sind natürliche Mechanismen in uns angelegt, die uns helfen, in einer solchen Situation eine lebensrettende Lösung zu finden: Kampf, Flucht, Einfrieren oder sich totstellen. Hierbei handelt es sich um eine Überlebensreaktion, die von unserem Stammhirn gesteuert wird und willentlich nicht beeinflusst werden kann.
In der Kindheit, in der viele Traumatisierungen ihren Ursprung haben, ist kämpfen oder fliehen nahezu unmöglich, weshalb Kinder auf andere Überlebensreaktionen zurückgreifen müssen. Weitere Reaktionen sind die Fawn Response, der Versuch, sich über starke Anpassung zu retten. Des Weiteren der Freeze-Zustand, in dem man in die Erstarrung geht, während innerlich das Nervensystem bis zu Anschlag angespannt ist. Als letztes bleibt die Möglichkeit, sich komplett abzuschalten (Totstellreflex) und das Erlebte zu dissoziieren.
Was nicht auszuhalten ist, wird innerlich abgespalten und in Fragmenten im Nervensystem gespeichert. Die traumatische Erfahrung kann über Trigger jederzeit wieder aktiviert werden, auch noch Jahre später. -
Dein Organismus kennt keine Zeit, sondern nur das Hier und Jetzt.
Wenn traumatische Erfahrungen getriggert werden oder Du sogar in einem so genannten Traumastrudel landest, kannst du in diesem Moment nichts dagegen tun.
Dein autonomes Nervensystem übernimmt auch Jahre später noch, die Führung. Weshalb Du nicht mehr logisch denken oder willentlich handeln kannst.
Das zu wissen ist enorm wichtig – damit Du Dich nicht für etwas anklagst, für was Du absolut nichts kannst!
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Nein, das muss man nicht.
Und man sollte es auch nicht, weil immer die Gefahr einer Retraumatisierung im Raum steht.
Deshalb auch immer Vorsicht, wenn Dir geraten wird, dass Du nur einmal die Gefühle fühlen musst, damit sie verschwinden. Das ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich.
Menschen mit Traumahintergrund brauchen eine traumasensible Begleitung, in der sie sich absolut sicher und auf keinen Fall überfordert fühlen. Denn das genau ist das, was sie früher erlebt haben.
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„Nur so geht es. Nur so bist Du sicher.“ Das, was Dich einst gerettet hat, macht Dein Leben später eng.
Überlebensstrategien zu entwickeln war das Beste, was Du damals tun konntest. Nur so hast Du es geschafft, mit bedrohlichen Situationen umzugehen und langfristig zu überleben. Körperlich und seelisch.Strategien, die Dir damals, im Ernstfall, so sehr geholfen haben, beschränken Dich in deinem heutigen Leben.
Vielleicht passt Du Dich immer noch sehr an. Du kümmest Dich mehr um andere als um Dich selbst und bist immer in Habacht-Stellung. Oder Du leistest sehr viel und bis von Perfektionismus getrieben, um nur einige Beispiele zu nennen.
Überlebensstrategien werden oft gar nicht bemerkt oder gar also solche identifiziert. Da Du Dich schon sehr lange danach ausrichtest, fühlen sie sich “normal“ an. Gewohntes schafft Sicherheit, und Sicherheit ist für Menschen, die unter Traumafolgen leiden, das höchste Gebot.
Was Dich eng macht ist, dass Du Dein Leben immer mehr um Deine Überlebensstrategien herum baust.
Was bedeutet, dass Du mehr funktionierst, als lebst.
Irgendwann spürst Du das. Es zeigt sich in vielen Symptomen, immer wieder. Müdigkeit, Erschöpfung, nicht endende Unzufriedenheit. Das Gefühl, nicht authentisch zu sein, sondern eher wie ferngesteuert. Du kannst Dir nicht das Leben kreieren, für das Du einst angetreten bist. Und das genau ist das Problem.
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Bekannt ist Dir sicherlich das sogenannte Schocktrauma.
Es entsteht aus einem einzelnen, für sich alleinstehenden Ereignis wie beispielsweise einem schlimmen Unfall oder das Miterleben einer Naturkatastrophe.
Weniger bekannt, aber sehr verbreitet, ist das sogenannte Komplextrauma.
Hier erfährt der Mensch in jungen Jahren toxischen Stress, verursacht durch andere Menschen. Deshalb nennt man es auch „man-made trauma“.
Dazu gehören unter anderem sexualisierte Gewalt, Vernachlässigung, der Verlust von Bindungspersonen durch Tod oder Trennung oder fehlender menschlicher Schutz jeglicher Art. Menschen, die über längere Zeit Krieg erlebt haben, kann es ebenfalls betreffen.
Eine Krankheit oder körperliche Einschränkung kann auch der Grund für eine komplexe Traumatisierung sein. Dabei geht es nicht um die Krankheit selbst, sondern um die Lebensumstände, die daraus für die Betroffenen entstehen. Wer z.B. Ausschluss erfährt, weil er nicht überall mitmachen kann, oder Abwertung in der Schule erlebt wegen schlechter Noten (man denke an Kinder, die an HPU oder ADHS leiden und sich nicht gut konzentrieren können), hat dauerhaft Stress. Das tägliche Leben kann nicht in Sicherheit bewältigt werden. Diese Art von Stress kann sowohl körperlich, als auch seelisch langfristig zu Symptomen führen.Aus emotionaler Gewalt können traumabedingte Folgesymptome entstehen. Diese emotionale Gewalt kann von den nahen Bezugspersonen ausgegangen sein, aber auch von anderen Personen, die eine wichtige Rolle im Leben spielen. Neben den Eltern oder einer anderen, sehr nahen Bezugsperson zum Beispiel auch durch andere Familienmitglieder, FreundInnen, MitschülerInnen, LehrerInnen, ArbeitgeberInnen und so weiter.
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Ja. Viele Betroffen beschreiben es genau so.
Sie wissen nicht, was sie eigentlich möchten. Sie haben keine echten Visionen. Sie würden so gern viel authentischer sein, kennen sich aber dafür viel zu wenig in sich selbst aus.
Sie haben das Gefühl, nicht wirklich in ihrem eigenen Leben angekommen zu sein und sie fühlen sich eher als ein Zaungast, der den anderen beim Leben zuschaut.
Komplexe Traumatisierungen reißen eine tiefe Wunde, die oftmals übersehen wird.
Nicht allein das Vertrauen zu anderen Menschen, sondern auch das Urvertrauen ins Leben selbst, wird tief erschüttert.
Scham und Schuld, unterdrückte Wut, Schwermütigkeit, die Unfähigkeit, gesunde Grenzen zu setzen, sich durch (oft unbewusstes) Dissoziieren zeitweise aus dem Leben zu „beamen“, körperliche Beschwerden, die aus einem ständig überforderten Nervensystem resultieren – all das und noch einiges mehr machen für viele Betroffene das Leben zu einer Daueranstrengung. Sie funktionieren, aber sie leben keine Lebendigkeit.
Damit kann man irgendwie überleben, aber niemals wirklich bei sich ankommen. Geschweige denn, seinen eigenen (Seelen-) Weg finden.
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Menschen sind stark. Überlebensenegie ist kraftvoll. Wir können lange Zeit genug Kraft mobilisieren, um weiter zu funktionieren. An einem bestimmten Punkt im Leben ist es allerdings vorbei.
Wenn das berühmte Fass übergelaufen ist, klappt es mit dem Funktionieren nicht mehr.
Eine Trennung, eine Krankheit, die Wechseljahre, eine unerwartete andere, zusätzlich Belastung. Manchmal reicht auch etwas weniger Schwerwiegendes. Je nachdem, wieviel Platz noch im Fass ist, ist der Rand schnell erreicht.
Von da an lässt reicht ein Tropfen und das System hat nicht mehr genug Kompensationsfähigkeit übrig.Wenn Du gerade an dem Punkt sein solltest, möchte ich Dir sagen: So unangenehm das auch ist, da gibt es eine Chance, Deinem Leben HIER und JETZT eine andere Ausrichtung zu geben..
Wenn Du von Trauma betroffen bist, so hast Du oft genug erfahren, hilflos zu sein und keine Wahl zu haben. Das war DAMALS und DORT.
Heute ist es anders. Du bist erwachsen und kannst Dein Leben selbst in die Hand nehmen. Hol Dir Unterstützung, Du musst das nicht (wieder) allein schaffen.
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Traumafolgen erlebst Du auf allen Ebenen Deines Seins.
Der Körper kann auf vielerlei Weise reagieren.
Beispielsweise mit Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Migräne, Verdauungsprobleme.
Desweiteren Probleme mit dem Stoffwechsel, dem Hormonsystem und natürlich dem Nervensystem. Brain-Fog und Autoimmunerkrankungen können durch traumabedingten Stress auftreten – und einiges mehr.
Das Verhältnis zum eigenen Körper ist schwierig. Er versagt, ist krank und nie wirklich verlässlich.
Schlimme Erinnerungen auf der körperlichen Ebene machen es schwer, Verbundenheit und eine vertrauensvolle Nähe zum Körper zu haben. Du fühlst Dich in Deinem eigenen (Körper-) Haus nicht daheim und nicht sicher.
Auf der psychosozialen Ebene …
haben manche Menschen Schwierigkeiten, wenn es um erfüllte Beziehungen geht, zu anderen und zu sich selbst.
Sie halten sich für nicht liebenswert oder haben andere negative Gedanken über sich selbst. Sie empfinden andere Menschen als nicht verlässlich oder sogar gefährlich.
Auch das Gefühl, sich selbst fremd zu sein und nicht zu wissen, was man möchte oder gut kann, ist typisch. Wer schon früh sein Leben nach potentiellen Gefahren im Außen ausrichten musste, hatte keine Zeit, sich ausreichend sich selbst zu widmen.
Manche erleben sich ihren Emotionen, Empfindungen und ihren Reaktionen hilflos ausgeliefert, die plötzlich recht heftig und nicht nachvollziehbar sein können. Sie haben sich selbst nicht unter Kontrolle, was zu noch mehr Gefühlen von Unsicherheit führen kann.
Von Trauma Betroffene fühlen sich irgendwann spürbar abgeschnitten von Familie und Freunden und verlieren mehr und mehr das Interesse an Dingen und Aktivitäten, die ihnen einst Freude bereiteten.
Sie vermeiden Orte, Veranstaltungen oder bestimmte Menschen, oftmals ohne genau zu wissen, warum. Ihr Leben wird immer enger. Diese Symptome sind vielseitig und unterschiedlich intensiv, von leicht bis heftig. Oft werden sie nicht als Traumafolgen erkannt.
Auf der energetischen Ebene …
ist oftmals eine hohe Sensibilität vorhanden. Ein Nervensystem, das früh gelernt hat, auf feinste Impulse zu reagieren, kann Energien gut wahrnehmen.
Daher ist energetische Heilarbeit oftmals beliebt. Doch wenn die körperliche und die emotionale Ebene nicht stabil sind, wirkt Energiearbeit leider nur kurzfristig heilsam.
Auf der spirituellen Ebene …
fühlen sich Betroffene oftmals sehr wohl. Hier sind sie weit weg vom Boden der Tatsachen.
Wenn versucht wird, die emotionale Ebene dabei zu umgehen – in der Hoffnung, nicht mehr in mit dem alten Schmerz in Berührung kommen zu müssen – verliert man sich schnell in spirituellen Konzepten (Spiritual Bypassing).
Der emotionale Reifeprozess fehlt, egal wie weit man auf dieser Ebene kommt.
In der spirituellen Blase bleibend funktioniert es meist recht gut, doch außerhalb davon nicht. Das zu realisieren ist irgendwann auch eine Form des Erwachens.
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Nein, es müssen nicht immer unbedingt Traumafolgen sein, die hartnäckige Probleme und nicht enden wollenden Stress bereiten.
Auch mit tief eingefahrenen Verhaltensmustern und Prägungen verhält es sich so.
Wie Du die Welt erfahren hast, angefangen in Deinem Elternhaus, Deiner Schulzeit, in Deinen ersten Beziehungen, alle diese frühen Erfahrungen haben Dich geprägt.
Dieses Erleben ist zu Deinem „Normal“ geworden.
Weil diese Prägungen so früh entstanden sind, werden sie nicht hinterfragt. Sie wirken weiterhin unbewusst in allen Bereiche Deines Lebens. Du entwickelst daraus Verhaltensmuster, die Dir nicht gut tun. Sie können Dich dauerhaft unter Stress und Anspannung setzen.
Vielleicht fühlt sich Dein Leben schwer an. Du erfährst ähnliche, dich belastende Situationen immer wieder und kannst Dir das selbst gar nicht erklären.
Dein Körper wird irgendwann mit entsprechenden Symptomen reagieren. Wenn Du das spürst, nimm Dich bitte ernst.
Es geht um Dich. Um Dein Leben. Du bist wertvoll. So, wie Du bist.
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Traumatische Erfahrungen graben sich tief in Dein ganzes System ein.
In der Trauma-Integration arbeiten wir daher betont ganzheitlich.
Wir beziehen Deinen Körper, und insbesondere Dein autonomes Nervensystem, ganz wesentlich ein.
Letzteres ist maßgeblich beteiligt. Ein Nervensystem, welches lange unter Stress war, hat nur noch wenig Toleranz für weitere Belastungen.
Ein reguliertes Nervensystem macht eine gute Integration der traumatischen Erlebnisse erst möglich.
Ein dysreguliertes Nervensystem tendiert dazu, in einer Richtung “festzuhängen”. Bei den meisten Betroffenen ist es der sympatikone Bereich. Sie sind – mal mehr, mal weniger – aufgeregt und überreizt.
Übungen zur Nervensystemregulierung sind daher, besonders am Anfang, zwingend nötig. Nicht, damit Du dauerhaft immer schön ruhig bleibst. Das würde nämlich gleichsam bedeuten, dass Du an Lebendigkeit einbüßt. Vielmehr geht es darum, dass dein Nervensystem lernt, wieder zu schwingen.
Es ist niemals zu spät. Du bist Deinem Trauma nicht hilflos ausgeliefert und Du kannst auf Deine Neurobiologie in jedem Lebensalter noch Einfluss nehmen.
Ein Körper, der traumatischen Stress gespeichert hat, braucht neben der Nervensystem-Regulation noch mehr.
Eine gesunde Ernährung und Lebensführung helfen, ihn zu stabilisieren und das ist sehr wichtig. Wenn Du jahrelang schon mit Stress zu tun hast, dann hast Du in aller Regel auch einen Mangel an Mikronährstoffen, denn ein gestresster Körper verbraucht viel mehr davon.
Dies kann auch dazu führen, dass Dir depressiven Phasen, Ängste oder Panikattacken zu schaffen machen.
Für die Bildung von Neurotransmittern sind bestimmte Mikronährstoffe aber essenziell. Deshalb ist es wichtig, dass dieser Mangel aufgedeckt und aufgefüllt wird.
Nur allzu oft ist es der Fall, dass Trauma dazu führt, dass Du Dich in Deinem Körper nicht sicher fühlen kannst.
Daher ist es unverzichtbar, sich ihm aufmerksam zuzuwenden, ihn bestmöglich zu einer verlässlichen Stabilität zu verhelfen und wieder in einen guten Kontakt mit ihm zu kommen. Freundliche Zuwendung, Fürsorge, kleine Rituale und Übungen helfen Dir, wieder in eine gute Verbundenheit zu Deinem Körper zu kommen.
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Du warst niemals falsch. Doch das, was Du einst erfahren hast, war nicht in Ordnung.
Emotionale Wunden trennen Dich von Dir selbst. Du musstest damals Seiten von Dir abspalten, um emotional überleben zu können.
Der Preis dafür ist, dass Du Dir selbst nicht gut nahe sein kannst.
Du musst Dich immer und immer wieder von Dir ablenken, damit Du den Schmerz, den diese Seiten tragen, nicht wieder erleben muss.
Doch diese Ich-Seiten melden sich, immer wieder. Du begegnest ihnen spätestens dann, wenn Du dich getriggert fühlst.
Dein Körper erinnert sich an damals. Nur, weil Du es mittels Deiner Strategien weitgehend schaffst, Dir diesen inneren Seiten nicht bewusst zu sein, sind sie trotzdem da. Plötzlich und unkontrollierbar übernehmen sie die Führung in wiederkehrenden Situationen Deines Lebens. Wenn dies passiert, handelst Du aus Deinem Schmerz oder aus Deiner Konditionierung und nicht mehr aus Deinem erwachsenen, reifen Ich.
Eine Hinwendung zu Deinen Ich-Seiten, die den emotionalen Schmerz tragen, gehört ebenfalls zur Traumintegration – und ist unerlässlich.
Wirkliche Hinwendung bedeutet nicht, dass Tools, Übungen oder Strategien zur Anwendung kommen, um diese verletzten Anteile zu besänftigen oder irgendwie so zu beeinflussen, dass sie nicht mehr stören.
Es bedeutet, in einen ehrlichen Kontakt mit ihnen zu gehen und ihnen aufrichtig zuzuhören.
Ein Gefühl von Ganzheit kann sich einstellen, wenn Du uneingeschränkt mit Dir in Kontakt bist. Dies ist kein schneller Prozess, der auf ein vorher festgelegtes Ziel ausgerichtet ist. Vielmehr ist es eine Erforschungsreise zu Dir selbst. Keine geplante Reiseroute, keine Etappenziele, sondern eine Reise, die Dich auf unbestimmte Zeit durch unbekanntes Land führen wird.
Du verfolgst kein Ziel in der Zukunft, aber Du hast eine Ausrichtung im Hier und Jetzt: Du willst dich wieder ganz fühlen. Mit allem, was Du bist und nicht mehr nur auf das begrenzt, was Du gerne sein möchtest.
Dafür brauchst Du eine gute Wahrnehmung dafür, welche Ich-Seite in Dir aktiv ist und wer eigentlich gerade die Führung übernimmt. Das kann man üben und ich zeige Dir, wie.
Kein “Ich” ohne “Wir”. In der Begleitung wenden wir uns den Systemen zu, in die Du eingebunden bist.
Innerhalb von Beziehungen, am Arbeitsplatz, wo immer Du in Kontakt zu anderen Menschen stehst. Auch schauen wir uns das Thema Transgenerations-Traumata und -Prägungen innerhalb der Familiensysteme an, ohne die eine Traumaintegration unvollständig wäre.
Wichtig zu wissen: Wir tauchen nicht in Traumainhalte ein, sondern wir orientieren uns an dem, was im Hier und Jetzt für Dich spürbar und problematisch ist.
Es ist nicht nötig, dass Du Deine Geschichte detailliert erzählst, das hast du vielleicht schon viel zu oft getan. Es reicht, einen Überblick zu haben, sozusagen einen “Rahmen” um Deine Biografie, an dem wir uns orientieren können.
Um in ein Mitgefühl für Dich selbst zu kommen und zu verstehen, dass es für alles, was Dir hier und heute das Leben schwer macht, einen Grund gibt, braucht es Dein Verständnis über Trauma. Und über Deine eigene Geschichte. Dich mitzuteilen ist nicht einfach nur darüber reden. Du erlebst tiefes Mitgefühl mit Dir, wenn Du beginnst zu verstehen, was mit Dir passiert ist.
Im Sinne einer ganzheitlichen Integration arbeiten wir auf allen Ebenen Deines Seins, also körperlich, emotional, mental, und spirituell.
Foto 1: Carina Braak
Foto 2: Birgit Weck